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Kopfschmerzen und Migräne

Heftige Gewitter im Kopf

 

Migräne gilt als häufigste neurologische Erkrankung, allein in Deutschland gibt es schätzungsweise 10 Mio. Betroffene.

220 verschiedene Kopfschmerzarten

90 Prozent aller Menschen mit Kopfschmerzen leiden unter Spannungskopfschmerzen. Die zweithäufigste Kopfschmerzform ist die Migräne. Zu den häufigsten Formen zählen Spannungskopfschmerz und Migräne, die zusammen etwa 90% aller Kopfschmerzerkrankungen ausmachen. 

Kopfschmerzen können sowohl akut wie chronisch sein. Akute Kopfschmerzen treten anfallartig und meist ohne eine zuordnenbare Ursache auf. Oft sind sie auch eine Begleiterscheinung verschiedener Erkrankungen, wie z.B. bei einer Grippe. Aber auch Stress, eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme können die Ursache sein.

Treten die Schmerzen regelmäßig über einen längeren Zeitraum auf, handelt es sich um einen chronischen Kopfschmerz. Die häufigsten, chronischen Vertreter sind Migräne, Cluster- oder Spannungskopfschmerzen. Es kann sich aber auch um einen symptomatischen Kopfschmerz infolge einer anderen Erkrankung, wie z.B. Unverträglichkeiten, Übersäuerung, Gefäßerkrankungen, Erkrankungen von Hals, Augen, Ohren, Nase oder Gehirntumoren handeln.

Regelmäßiger Kopfschmerz sollte immer diagnostisch abgeklärt werden, insbesondere wenn bestimmte Begleiterscheinungen wie Seh- oder Sprachstörungen, Taubheitsgefühl, Gleichgewichtstörungen oder Lähmungen auftreten.

Spannungskopfschmerz

Dabei handelt es sich um gelegentlich auftretende, leichte bis mittelschwere Kopfschmerzen. Die Intensität von Spannungskopfschmerzen steigert sich langsam. Die Schmerzen treten zwar auf beiden Kopfhälften auf, betreffen aber oft nur bestimmte Regionen wie Stirn, Schläfen oder Scheitel.

Spannungskopfschmerzen sind dumpf und drücken wie ein zu eng sitzender Helm auf das Gehirn. Begleiterscheinungen sind selten. Die Schmerzen halten zwischen einer halben Stunde und wenigen Tagen an. Chronische Spannungskopfschmerzen liegen vor, wenn die Schmerzen an mindestens zehn Tagen im Monat auftreten. Sie sind selten.

Spannungskopfschmerzen werden sehr häufig durch Muskelverspannungen, falsche Körperhaltung sowie Stress und Angst ausgelöst.

Migräne

Bei einer Migräne handelt es sich um einen regelmäßigen, starken, anfallartigen Kopfschmerz. Typisch für eine Migräne-Attacke sind pulsierende Kopfschmerzen, die meist nur eine der Kopfhälften betreffen. Der Schmerz verstärkt sich durch körperliche Bewegung und wird häufig von Licht- und Geruchsempfindlichkeit sowie Übelkeit begleitet. Bei vielen Patienten kündigt sich eine beginnende Migräne durch Lichtblitze, Taubheitsgefühle oder Sehstörungen an.

Die genaue Ursache der Migräne ist bislang nicht bekannt. Jedoch können verschiedene Faktoren eine Attacke begünstigen. Dazu zählen vor allem Stress, Schlaf- und Flüssigkeitsmangel oder Alkoholkonsum. Insbesondere Rotwein kann eine Migräne-Attacke hervorrufen.

Eine optimierte Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung an frischer Luft können einen Migräne-Anfall vorbeugen. Eine Entgiftungskur kann ebenfalls Erleichterung bringen.

Clusterkopfschmerz

Cluster-Kopfschmerzen sind einer Sonderform des Migräne-Kopfschmerzes. Dabei tritt der Schmerz über mehrere Tage oder Wochen gehäuft (Cluster=Haufen) auf. Es kann zu mehreren Attacken pro Tag kommen, wobei die einzelnen Kopfschmerzperioden bis zu 3h andauern können.

Die Kopfschmerzen zeichnen sich durch einen einseitigen pulsierenden Schmerz mit hoher Schmerzstärke aus. In der Regel ist vor allem der Bereich der Stirn und der Augen betroffen.

Üblicherweise tritt ein Cluster-Kopfschmerz über eine Phase von Wochen bis Monaten täglich auf. Wie bei der Migräne ist die genaue Ursache noch nicht bekannt. Tyramin- oder histaminhaltige Nahrungsmittel, wie z.B. Nüsse, Rotwein, Käse und Schokolade, können den Clusterkopfschmerz begünstigen.

Auf Grund der mehr als 200 verschiedenen Kopfschmerzarten ist es wichtig, eine Kopfschmerzbehandlung individuell auf den Klienten abzustimmen. Die alternativen Anwendungsmethoden bieten hierfür verschiedene, wirksame Ansätze die unterschiedlich kombiniert werden können. Alle Verfahren haben das Ziel, die Symptome ohne schädliche medikamentöse Nebenwirkungen zu lindern und den Ursachen auf den Grund zu gehen.

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